Was prüfen beim Gebrauchtkauf?
Ein gebrauchtes Gerüst ist nur dann ein Gewinn, wenn die Substanz stimmt und die Bauteilliste vollständig ist. Achten Sie auf:
- Vollständigkeit der Komponenten: Rahmen, Beläge (Holz oder Stahl), Geländer (BrustKnieBordbrett), Anker, Diagonalen, Fußplatten, Kupplungen. Stückliste vom Verkäufer einfordern und gegen Hersteller-Aufbau-Anleitung abgleichen.
- Korrosion und Verformung: Stahlrohre auf Roststellen und Beulen, Aluminium auf Risse und Verformung. Beschädigte Teile dürfen nach DGUV V38 rechtssicher nicht mehr verbaut werden.
- System-Kompatibilität: Layher und Plettac sind in 70–80 % der Maße kompatibel, andere Systeme nicht. Mix aus zwei Herstellern ist meist nicht versicherungsfähig.
- Kupplungen und Verbinder: Schrauben rostfrei, Gewinde gangbar, Klemmkraft erhalten. Bei Modul-Systemen Schweißnähte prüfen.
- Aufbau- und Verwendungsanleitung (AuV): Hersteller-Dokumentation muss mitgeliefert sein — sonst ist die rechtssichere Nutzung schwierig.
- Ältere Systeme können noch okay sein, sollten aber mit Statik-Check geprüft werden.
Preise und Sweet-Spot-Pakete
Gebrauchte Pakete bieten 30–60 % Ersparnis gegenüber Neukauf — vorausgesetzt, der Zustand stimmt. Typische Preisrahmen:
Aktuelle Angebote: gebrauchtes Gerüst kaufen, oder Marken-spezifisch Layher gebraucht, Krause gebraucht, Plettac gebraucht.
Wann lohnt Gebraucht nicht?
In zwei Fällen ist Gebrauchtkauf riskant:
- Vermischter System-Mix aus mehreren Herstellern — versicherungstechnisch fragwürdig, Aufbau-Anleitung greift nicht.
- Unvollständige Bauteilliste ohne Möglichkeit zur Nachbeschaffung — Ergänzungs-Teile vom Hersteller kosten oft 40–60 % über Mengen-Preis, manchmal sind ältere Modelle nicht mehr verfügbar.
In diesen Fällen ist Neukauf oder Miete die sicherere Wahl. Alternativen: Gerüst neu kaufen oder Gerüst mieten.