Der deutschen Mietmarkt für Mobilkrane wird von einer Reihe spezialisierter Kran-Vermieter dominiert, die jeweils eigene Flotten von 50-300 Krans bewirtschaften. Bekannte Marktteilnehmer (in alphabetischer Reihenfolge, ohne Wertung):
Daneben gibt es Hunderte regionaler Vermieter, die oft mit 5-15 Krans im Compact- bis Mid-Range-Bereich arbeiten und für lokale Projekte sehr flexibel sind. 123Machinery.de bündelt grosse und kleine Vermieter — der direkte Anbieter-Kontakt ohne Vermittlungsstufe spart Kosten und Zeit.
Mietpreise für Mobilkrane werden in Deutschland typischerweise pro Tag (8 h Einsatz inkl. Bediener) angegeben. Wochen- und Monatsmieten reduzieren den Tagespreis um 20-35 %.
Wichtig: die Preise sind exklusive Aufbau-Pauschale, Tieflader-Anfahrt für Gegengewichte und Spezial-Zubehör (Hilfsausleger, Wippspitze). Detail siehe nächster Abschnitt.
Selbstfahrer-Vermietung ist für Mobilkrane unüblich. Die Bedienung eines Mobilkrans erfordert einen Kranführerschein nach DGUV-Grundsatz 309-003 sowie eine Bediener-Unterweisung gem. § 23 BetrSichV. Die meisten Vermieter stellen ausschliesslich mit eigenem Bediener-Personal — das hat versicherungstechnische und haftungsrechtliche Gründe.
Der Bediener-Stundensatz liegt bei (je nach Tonnage und Erfahrungsstufe), wird zusätzlich zum Tagespreis abgerechnet und enthält typischerweise 8 Stunden Einsatzzeit. Überstunden, Nachtarbeit und Wochenende werden mit Zuschlägen berechnet. Bei mehrtägigen Projekten meist mit Pauschal-Konditionen verhandelbar.
Der reine Tagespreis ist nur ein Teil der Gesamt-Mietkosten. Folgende Positionen kommen typischerweise hinzu:
Vor Anfrage und Vertragsabschluss prüfen Sie folgende Punkte:
Schauen Sie alternativ in die Mobilkran-Hauptkategorie, gezielt zu Liebherr Mobilkrane (LTM-Reihe) oder zu verwandten Kran-Bauformen: Turmdrehkrane (für stationäre Hochbau-Montage), Raupenkrane (für schwere stationäre Aufgaben ohne Strassen-Mobilität). Wer langfristig eine eigene Maschine aufbauen will: siehe Autokran kaufen oder Gebrauchte Mobilkrane.
Aktuelle Mobilkran-Mietangebote nach Region: .
Plus Aufbau-Pauschale, Anfahrt und Versicherung.
Selten. Selbstfahrer-Vermietung ist für Mobilkrane unüblich, weil die Bedienung einen Kranführerschein nach DGUV-Grundsatz 309-003 erfordert und Vermieter aus haftungs- und versicherungstechnischen Gründen meist nur mit eigenem Bediener-Personal stellen. Bediener-Stundensatz.
Compact-Krane (30-50 t) sind in 30-60 Minuten einsatzbereit. Mid-Range-Krane (100-160 t) brauchen 1-2 Stunden mit Stütz-Konfiguration. Large- und Heavy-Krane (230-1 200 t) brauchen oft einen halben oder ganzen Tag, weil Gegengewichte separat angeliefert und montiert werden müssen — bei der Tagespreis-Kalkulation einplanen.
Faustregel: erforderliche Last × Sicherheitsfaktor 1,5 = minimale Kran-Tonnage am Hauptausleger bei der nötigen Auslade. Klimaanlage 500 kg auf 6. Stock: Compact 30-50 t reicht. Stahlträger 5 t auf 25 m Höhe und 15 m Auslade: Mid-Range 100-160 t. Brücken-Element 50 t auf 50 m Auslade: Large 300-500 t. Wind-Maschinenhaus 80 t auf 100 m Höhe: Heavy 750+ t. Vor Anfrage immer Last, Höhe und Ausladung gleichzeitig angeben.
Compact-Krane (30-50 t) sind oft 1-3 Tage Vorlauf verfügbar. Mid-Range (60-160 t) 1-2 Wochen. Large (230-500 t) typisch 3-6 Wochen. Heavy 750+ t meist 4-8 Wochen Vorlauf, in Hochsaison (Frühling, Sommer) länger. Spontan-Verfügbarkeit ist im Compact-Bereich am höchsten.
Bei Aufbau auf öffentlichem Strassengrund: Sondernutzungserlaubnis der Gemeinde mit Verkehrssicherungs-Konzept (Absperrung, Beschilderung). Bei Aufbau auf privatem Grund: keine Genehmigung, aber Untergrund-Tragfähigkeit prüfen.
Compact-Klasse oft 4-Stunden-Mindestmiete. Mid-Range 8 Stunden / 1 Tag. Large- und Heavy-Klasse mindestens 1 Tag, meist auch bei kürzerem Einsatz. Wochen- und Monatsmieten mit Rabatt 20-35 %. Bei Projekt-Verlängerungen meist Anschluss-Verträge zu reduzierten Konditionen verhandelbar.
Standard-Aufteilung: Maschinenbruch und Haftpflicht des Bedieners deckt der Vermieter (über eigene Versicherung). Schäden am Hub-Gut, an der Baustelle und an Drittsachen durch fehlerhafte Anschlagung oder unzureichende Stütz-Tragfähigkeit bleiben oft beim Mieter. Vor Vertragsabschluss Versicherungs-Konditionen genau klären.